Sven Stopka – Finanzen sind seine Leidenschaft

Herr Stopka, warum machen Sie das heute was Sie machen?

Da muss ich etwas weiter ausholen. Das Thema Geld und Finanzen hat mich schon in jungen Jahren fasziniert. Im Alter von 14 Jahren habe ich bereits angefangen mein eigenes Geld zu verdienen. In der Spitzenzeit habe ich drei Tätigkeiten gehabt, um mir meine Wünsche erfüllen zu können. Bis zum 18. Lebensjahr habe ich immer wieder festgestellt, dass Geld ein Tabuthema in Deutschland ist. Warum wird in Deutschland nicht offen über Geld gesprochen? In der Schulzeit habe ich nichts über das Thema Geld vermittelt bekommen. Mit 20 Jahren habe ich mich dann selbständig gemacht. Das Thema Finanzen und Finanzplanung hat mich auch hier immer wieder begleitet. Jeder Mandant hat seinerzeit immer eine ehrliche Empfehlung bekommen, auch wenn es am Ende mit wirtschaftlichen Nachteilen für mich verbunden war. Was die wenigsten wissen, ist das Vermittler von Versicherungs- und Finanzprodukten einer Stornohaftung unterliegen. Verändert der Kunde innerhalb einer Frist von 5 Jahren seinen Vertrag oder kündigt er diese ist die damals ausgezahlte Provision anteilig zurückzuzahlen. 2013 habe ich dann den Bruch mit der Finanzbranche gehabt. Im Jahr 2013 hätte ich mit einer einzigen Unterschrift 35.000€ Provision verdienen können. Also mehr als andere in einem Jahr verdienen. Dieses Geschäft habe ich nicht abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt gab es eine radikale Veränderung. 2014 hat der Gesetzgeber das Honorar-Anlageberatungsgesetzt eingeführt. Somit wurde das Berufsbild des Honorar-Finanzanlagenberaters geboren. Bei der IHK Nord-Westfalen in Münster habe ich mich seinerzeit als erster Honorar-Anlageberater im Geschäftsgebiet der IHK  registrieren lassen. Es gibt aktuell weniger als 200 Honorar-Anlageberater in ganz Deutschland.

Weniger als 200 Honorar-Anlageberater? Das klingt sehr überschaubar. Woran liegt das?

Die Gründe können vielfältig sein. Jedoch gehe ich davon aus, dass es immer noch damit zusammenhängt das viele Berater scheuen offen mit dem Kunden über den Verdienst zu sprechen. Ein Honorar-Anlageberater muss den Kunden über jegliche Kosten im Detail aufklären. Und vor allem gibt es am Ende für die erbrachte Dienstleistung eine Rechnung. Diese Punkte scheuen sicherlich einige Teilnehmer im Markt. Ein Honorar-Anlageberater darf ausschließlich vom Mandanten vergütet werden. Jegliche Vergütungen und Zuwendungen Dritter (insbesondere Fondsgesellschaften) sind verboten. Jeder Mandant bekommt jegliche Kickbackprovisionen und sonstige Provisionen zu 100% von mir ausgezahlt, sofern diese anfallen. Das keinerlei Provisionen und Zuwendungen fließen überprüft jedes Jahr ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer und bestätigt dies der Aufsichtsbehörde gegenüber.

Worin unterscheiden Sie sich zu dem klassischen Beratern auf Provisionsbasis?

Generell sollte man festhalten, dass es nicht DAS eine System gibt. Beide Systeme haben ihre jeweiligen Vor- wie Nachteile. Jeder Verbraucher muss für sich abwägen welches System für ihn das passende ist. Aber um so wichtiger ist der Punkt passt der Berater am Ende des Tages zu mir. Für mich persönlich ist das Honorarmodell einfach transparent, ehrlich und fair dem Mandanten gegenüber. Jedoch sollte der Verbraucher genau aufpassen wer ihm gegenübersitzt. Im Markt gibt es leider einige Trittbrettfahrer, die eine „Honorarberatung“ anbieten und am Ende nur die oben genannte Stornohaftung umgehen wollen. Hier wird versucht schnell Kasse zu machen. Oft und gern wird hier über eine Kostenersparnis gesprochen, weil das Anlageinstrument (z.B. der Investmentfonds) von „teuer“ zu „günstig“ gegenübergestellt wird. Das hat nichts mit einer echten Honorarberatung zu tun. 

Worin sehen Sie Ihre persönliche Stärke?

Als persönliche Stärke sehe ich den Wissenstransfer der mir sehr wichtig ist. Mein Ziel und meine Mission ist es den Menschen das nötige Finanzwissen an die Hand zu geben, um jeden einzelnen zu einem Selbstentscheider zu transformieren und unabhängig von Beratern zu werden. Geld ist in Deutschland ein Tabuthema. Da es ein Tabuthema ist herrscht in Deutschland ein sehr großes Defizit an Finanzwissen. Guten Glaubens geben viele Verbraucher die Verantwortung an Dritte (egal aus welchem Bereich diese Person kommt) ab und glauben, dass dieser Dritte im Interesse von einem arbeitet. Nun stellt sich die logische Frage: Wer bezahlt am Ende des Tages diesen Dritten?  Wie würde man sich fühlen wenn man weiß, dass der Steuerberater vom Finanzamt und der Rechtsanwalt vom Staatsanwalt bezahlt wird? Etwas komisch das Gefühl, oder? In meinen Vorträgen vermittle ich dem Auditorium das notwendige Grundlagenwissen um nicht mehr von Dritten abhängig zu sein und gewisse Dinge zu hinterfragen und Zusammenhänge zu verstehen. Ziel ist die Verantwortung für da Thema Geld und Finanzen wieder selbst zu übernehmen. Des Weiteren betreibe ich den Podcast „Vermögensaufbau abseits der Masse“. Dort erscheint jeden Monat eine neue Episode die einen Einblick hinter die Kulissen der Finanzwelt gibt – mit praktischen Tipps. Und das völlig kostenfrei. Mir liegen die Menschen am Herzen, insbesondere die Kinder. Daher gehen auch alle Teilnahmegebühren vom Vortrag (pro Person 10€) als Spende an eine Stiftung die sich im Bereich Kinder und Bildung engagiert. Weiterhin bezahlen Eltern bei mir kein Honorar, wenn diese Gelder für ihre Kinder anlegen. Wer möchte beteiligt sich mit einer frei wählbaren Summe an der Spende am Jahresende für die Stiftung. Wenn Kinder frühzeitig Gelder richtig investiert bekommen, auch mit kleinen Summen, habe ich in Deutschland nachhaltig etwas verändert.  Ich verstehe mich als Coach der nach dem die Grundlagen vermittelt wurden von der Spielfeldrand zuschaut und unterstützt. 

Sie wirken sehr fokussiert, haben Sie eine Mission?

Ja, die habe ich sehrwohl. Meine Mission sehe ich darin den Menschen das notwendige Finanzwissen zu vermitteln damit jeder einzelne in Deutschland die Chance hat vermögender zu werden. Nach meiner Wertevorstellung hat jeder das Recht vermögend zu sein, sein Geld sinnvoll und sicher zu investieren. Auf Grund des fehlenden Grundlagen vom Finanzwissen horten die Deutschen aktuell um die 3.500.000.000.000 (3,5 Billionen!) Euro in Lebens- und Rentenversicherungen, Sparbüchern, Bausparverträgen und Festgeld. Was erhalten die Sparer dafür? Eine Verzinsung unterhalb der Inflationsrate und das schon seit Jahren. Die Sparer sehen offenen Auges zu wie das Vermögen Jahr für Jahr weniger wird durch die Inflation anstatt nach Alternativen zu suchen. Hier fehlt wieder notwendiges Wissen das nicht in der Schule und an keiner anderen Stelle vermittelt wird. Die wenigsten wissen, dass es sehr wohl sichere Alternativen gibt. Diese muss man nur kennen. Das wird aber kaum einer dem Verbraucher erklären (wollen).  Auf dieses Thema gehe ich unter anderem detailliert in meinen Vorträgen ein. 

Sie haben eben Vorträge erwähnt. Unser Geschäftsführer hatte mal das Vergnügen einen Ihrer Vorträge zu besuchen. Sind alle danach so begeistert?

Die Resonanzen sind durchgehend positiv. Zum Teil reisen die Teilnehmer über 2 Stunden an, um am Vortrag teilzunehmen. Das Feedback in den Tagen und Wochen danach ist überwältigend. Rund 90% der Teilnehmer nehmen sich nach dem Vortrag die eigenen Unterlagen zur Hand, transferieren die neugewonnen Informationen auf die eigene Situation, hinterfragen einiges und unternehmen am Ende auch etwas. 

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